Blumen auf einem Grabstein

Rudolf Krug (Senior)

geboren am 1. Juni 1884 in Budapest
gestorben am 15. April 1935 in Wien

Meinen Großvater, der am 1. Juni 1884 in Budapest geboren wurde und am 15. April 1935 in Wien verstorben ist, durfte ich nicht kennenlernen.

Viele Unterlagen und Fotos sind durch die Bombardierung am Ende des 2. Weltkriegs verloren gegangen.

Somit kann ich nur das, was mir erzählt wurde, weitergeben.

Mein Großvater kam ja zur Welt als noch der Kaiser Franz Josef das große Reich Österreich regierte. Er kam in Budapest zur Welt, kam dann nach Wien, wo der die Offizierslaufbahn einschlug und im 1. Weltkrieg dienen musste.

In Wien lernte er meine Großmutter Angela Löschinger kennen, die aus Olmütz kam, lange bevor die Sudetendeutschen vertrieben wurden (siehe Bild 1 und die Gedenkseite Angela Krug). Sie heirateten und bekamen am 2. Mai 1914 einen Sohn, meinen Vater Rudolf (siehe Gedenkseite Rudolf Krug (Junior)). Mein Großvater musste knapp nach der Geburt meines Vaters als Offizier am 1. Weltkrieg teilnehmen. Als er nach Wien zurückkehrte, kaufte er ein Geschäft für Anglerzubehör und es ging ihnen wirtschaftlich gut und sie führten ein geselliges Leben.

Die Familie bewohnte eine große herrschaftliche Wohnung im 3. Bezirk, die mit teuren Möbeln ausgestattet war. Mein Vater, der seinen Eltern viel Freude machte, blieb das einzige Kind. Er besuchte Privatschulen und die Handelsakademie, nach dem Abitur studierte er an der WU, und war in einer Studentenverbindung.

Mein Großvater war ein starker Raucher, er hat deshalb ein Bein verloren. Mein Vater erzählte mir, dass er mit einer Zigarette im Mund gestorben ist......

Wenn ich mir die wenigen Fotos ansehe, trifft mich der Blick meines Großvaters mitten ins Herz. Er muss ein herzensguter Mensch gewesen sein, es tut mir sehr leid, dass ich ihn nicht kennenlernen durfte. Viel zu früh hat er seine Familie verlassen müssen, es war schwer für meine Großmutter und für meinen Vater ohne ihn weiterzuleben. 

Da sich der Lebensmittelpunkt von Walter und mir nach Salzburg verlagert hat, wollten wir unsere lieben Verstorbenen - unsere Eltern und Großeltern nicht allein in Wien zurücklassen.

Wir holten sie zu uns - zur "Paracelsus Wiese" zu unseren Baum, wo er mit seiner Frau, seinem Sohn und dessen Frau und weiteren lieben verstorbenen Verwandten am 14. Mai 2018 beigesetzt wurde (4. Bild). Herbert Schmatzberger, Altpfarrer der Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt Großgmain hat ihn in einer liebevollen, würdigen Zeremonie mit dem kirchlichen Segen, verabschiedet. 

Auch wir werden dort in naher Zukunft unsere letzte Ruhe finden.

Christiane & Walter

Du kamst, du gingst mit leiser Spur,
ein flücht'ger Gast im Erdenland.
Woher? Wohin? Wir wissen nur:
aus Gottes Hand in Gottes Hand.
Ludwig Uhland

Kerzen

Kerze

Christiane und Walter
entzündete diese Kerze am 15. Mai 2018 um 15.45 Uhr

Es ist eine Ferne, die war, von der wir kommen.
Es ist eine Ferne, die sein wird, zu der wir gehen.

Kondolenzen

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Sprechen Sie im Kondolenzbuch den Hinterbliebenen Ihr Beileid aus und teilen Sie persönliche Gedanken und Erinnerungen mit anderen.

Termine

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